for women only
ich bin zu fett. es tut mir leid, aber ich habe die gleiche neurose wie allerweltsfrau. heute morgen schrillten beim blick auf die digitalanzeige der eingestaubten waage die alarmglocken, die die überschreitung der festgesetzen höchstmarke bedeuten. ziemlich genau vier kilo, schön zentral um bauch und hüften angeordnet, trennen mich vom wunschgewicht. selbstverständlich lässt sich das kaschieren. wenn ich jedoch in diesem zustand in die vorweihnachtzeit starte (und das ist bald), sehe ich am ende des winters aus wie eine matrjoschka. es wird also etwas geschehen. jetzt setzt warscheinlich ein getuschel ein, welche diät es sein wird. trennkost? brigitte diät? ersatznahrung? die wahrheit ist: um dem angefressenen speck wirkungsvoll zu leibe zu rücken, gibt es nur eine einzige möglichkeit: weniger essen. oder glaubt frau tatsächlich, weiterhin zum frühstück weißmehlbrötchen mit nutella oder fleischsalat, mittags fastfood, am nachmittag kuchen und zum abendessen pasta mit sahnesoße in sich stopfen zu können und dabei abzunehmen? wer essen will, möge essen und zwar mit lust und was immer ihm schmeckt und in der menge, die er schafft, aber ich habe es satt, im wahrsten sinne des wortes, mir heulereien um moppelige oberarme gepaart mit der lüge, fast nichts zu essen, anzuhören. und ich habe für mich und mein spiegelbild entschieden, dass für eine weile schluss ist mit der schlemmerei und schmalhans küchenmeister wird, streng gemessen an einem uralten weight watchers punktesystem, das obst und gemüse zulässt, auf dass es einem zu den ohren herausquillt, aber mit eiweiß und kohlenhydraten kurz über der fastenmarke bleibt. das wird kein zuckerschlecken. das hefeweizen wird mir fehlen.

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