29.10.05

bitte

die letzten zehn taler, die ich einstecken hatte, gab ich dem penner, der schmuddelig, nach alkohol riechend in meinem laden stand und fragte, ob ich ihm geben würde, was ich entbehren könnte. ich gab, nicht, weil ich nicht nein sagen könnte. er schwatzt nicht ab, er bittet. nicht, weil er mir leid tat. er sah nicht aus, als wenn das nötig wäre.
ich gab, worum er bat.
das, was ich entbehren konnte.

1 Comments:

Anonymous Anonym said...

Schlicht und schön.

10/31/2005 5:41 PM  

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