31.3.05

ausgetickt

MEIN kunde hat von MEINEM großhändler ein angebot, das günstiger ist, als ich bei MEINEM großhändler sonst einkaufe. braucht MEIN bisheriger großhändler eine begründung, warum sich unsere wege hier trennen?

farbenrausch

corvedale, heather austin, gruss an teplitz

30.3.05

jetzt

kind habe ich schon. ich nehme jetzt mal karriere.

vorteil

was ich am 31.01.2002 gemacht habe, lässt sich beim besten willen nicht mehr erinnern.

investition in

"gelegentlich treffe ich entscheidungen unabhängig von finanziellen erwägungen", sage ich, "sie nicht?"
der banker lächelt.

nach frage

selbst wenn es eine wahrheit gibt, könnte man sie mit dem medium sprache transportieren?

29.3.05

füllung

es ist keine leichte aufgabe, für den tag einen satz zu finden, der ihm gerecht wird, nichts auslässt, was erwähnt werden müsste, um einer unmöglich aber versuchsweise vollständigen chronik willen oder dem bloßen bestätigen, dass er stattgefunden hat. manche tage sind so dünn, dass sie einen satz nicht zu füllen vermögen und der hilfe einer erinnerung oder einer überlegung benötigen. andere sind bunt gefüllt wie die trostkiste beim zahnarzt, in der der kleine unentschlossen sucht, wie ich nach dem satz im tag, um letztendlich eine glasmurmel herauszunehmen.

warnung

„denkst du oft an mich?“, fragte ich dich in dem traum.
„sehr oft.“
„das darfst du nicht“, sagte ich, und in der nächsten szene beachtetest du mich nicht mehr und ich war traurig, glaube ich.

28.3.05

plural

"ein bus,
viele ..."
"...küsse", sagt der kleine.

27.3.05

osterspaziergang

unverändert. sogar die auferstehung des herrn feiert man gelegentlich noch.

25.3.05

messe h-moll

die weltliche vorfreude beendet der kater mit bach.

24.3.05

sachaufgabe

wieviele schubkarren sind achtzehn kubikmeter mutterboden wenn zwei(undzweihalbe) familienmenschen über ostern nicht verreisen?

wetterlage

"die vögel werden schwitzen beim nestbau", sagt der kleine.

marktanreiz

nach dem dritten fehlversuch erhärtete sich der verdacht, dass strumpfhosen bereits mit loch am zeh produziert werden.

23.3.05

unter brechung

müde noch von der letzten nacht. gemein läßt der allerletzte zipfel winter dem kleinen einen magen-darm-infekt da.

kurze geschichte mit gutem ausgang

sch(r)eck bekommen.
amtlich

22.3.05

angenommen

wenn der kater ein tier wäre, dann vielleicht ein kater, der den ganzen tag auf der bank in der sonne liegt und dem die mäuse eine nase drehen.

gemütlich

verzückt findet man ähnlichkeiten, die ich nicht bestätigen kann, in den alben, die henne in ihren widerspruchfreiesten zeiten zeigen. "wenn ich es ärgern will, stecke ich den schnuller falsch rum rein", sagt der kleine. die reaktion zeigt eher ähnlichkeit mit dem bruder.

21.3.05

vorkommen

kaffee aufbrühen.
einen gehäuften löffel.
an müden tagen anderthalb.

zusammenhanglos

im vorbeihuschen einen gedanken, einen satzfetzten auffangen und eine idee bekommen, die mit dem ursprung nichts zu tun hat, mag ich. was kümmert die scherbe, welche form der krug hatte.
(abwehr: no comments allowed)

20.3.05

danach

und dann den halben tag schlaf nachholen.

19.3.05

partytime

ich bin in vorbereitung.

gartencenter

"ich glaube, mit mir zu saturn ist für dich schlimmer", sagt der kater.

18.3.05

translation

zeit hat man nicht, zeit muss man sich nehmen.

willentlich kinderlos

herausputzen, essen gehen, ausstellungseröffnung, unter menschen: merkwürdige aussicht.

anstrengung

ich darf nicht immer dem anderen die schuld geben.
ich darf nicht immer dem anderen die schuld geben.
ich darf nicht immer dem anderen die schuld geben.

17.3.05

ausweg

die tapfere kostverächterin aß ein halbes glas rosinen (unkontrolliert).

richtig cool

grete mit lederhose und schubkarre im garten,
statt mit lederhose und drink auf einer party.

baggerfahrer

mit den ersten sonnenstrahlen kriechen die zauberer aus ihren höhlen.

15.3.05

in der dachrinne

des kleinen wurf aus dem fenster geriet zu kurz und die bananenschale landete nicht in meinen buchshecken, wo er sie in der annahme es bleibe unbemerkt oder der verursacher könne nicht festgestellt werden, plazieren wollte, was schon für ausreichend aber wohlgesonnene entrüstung gesorgt hätte.

auflagen

heute bäume ausgerissen.

(dafür drei neue pflanzen)

14.3.05

endlich

fensterputzen im t-shirt.

segen

eine stunde vor öffnungszeit war die blumenverkäuferin schon zu gange. ich legte eine vollbremsung hin und kaufte cremefarbene rosen für den kater, sie stanley kubrick zur seite zu stellen.

so beginnen sehr glückliche (geburts-)tage.

13.3.05

interpretation der maslowschen bedürfnispyramide

wer hat, was er braucht, braucht, was er nicht braucht.

12.3.05

uroma

unvermeidbare einschränkung persönlicher freiheit. bis zum ende im niemandsland.

buchgedanken

ein gutes buch ist nicht ein buch, das möglichst vielen und der presse gefällt, sondern eins, das mir gefällt.
einsichtig erkenne ich, dass sich das nicht ausschließt.

tierquäler

"oder ich lege dein geschenk schon hin und du darfst es nur noch nicht auspacken", sag ich zum kater.

lernen

zusammen leben ist wie eine übungsreihe. nach erfolgreichem abschluss einer aufgabe startet das nächste level. oder man beginnt von vorn.

11.3.05

überstunden

im kinderzimmer erteilen sich zwei bauarbeiter kommandos. (wochenends dürfen sie länger).

letzter anruf

der mann, der jetzt feierabend haben will, schwindelt.

wasserdicht

"und der name muss groß auf die STIRN", behauptet der kleine felsenfest.

blogger.com

gestern war man administrativ der meinung, ich hätte nichts zu sagen. so habe ich nichts gesagt und siehe: die welt ist unverändert. beinahe.

10.3.05

frühlingsverwirrung

von einem jahr auf´s andere vergess ich immer, wie das losrennen wollen unbändig drängelt so schlimm.

9.3.05

team

das gefühl, allein zu sein, ist ein belastungstest. man ist immer unter vielen.

grammatikalisch zweifelhafter märzschnee

„es ist zu warm, dass er liegenbleibt“, sag ich.
„und mir ist zu kalt, dass ich aufsteh“, sagt der kleine.

7.3.05

angemeldet

die kinder wollen ans meer, der kater nach spanien, grete gerne nach südengland - wo bitte ist das problem ?

6.3.05

eingeständnis eines unvermögens angesichts eines filmes

stell dir vor, wir hätten uns getroffen, wie wir uns getroffen haben, und wir hätten uns verliebt, wie wir uns verliebt haben: unglaublich und mit aller macht, wie man nur eine liebe hat im ganzen leben, und ich wäre geblieben wo ich war, weil es nichts auszusetzen gab dort, weil es gut und richtig war und mein fortgehen jemanden verletzen würde, der es nicht verdient hätte, wie mein fortgehen jemanden verletzt hat, der es nicht verdient hat.

fast

"weißt du noch, was frühling auf englisch heißt?", frag ich den kleinen.
"hüpf."

5.3.05

anfang märz

wenn die tatsache, zwei tüten anzuchterde gekauft zu haben, zufriedenheit stiftet, die einen besuch bei den eltern und nachrichten hören auch noch übersteht, dann ist frühling.

ich würde das lange blumenbeet fotografieren: rechts zwanzig zentimeter schnee, links vor der mauer blaue krokusse im sonnenschein.

become

"wie wird man schutzengel?", fragt der kleine.

4.3.05

sehnsucht nach meer

bei der sommerurlaubsplanung kollidiert unter berücksichtigung der schulpflicht der wunsch der kinder mit den monetären rahmenbedingungen.

zuordnung

schulärztin
gymnasium
fischstäbchen
versicherungen


bezahlt
gekauft
vorgestellt
angemeldet

(nein, ich hatte heute nicht frei!!)

hohler zahn

der kleine probiert show-wimmern (bindestrichwörter sind absolut out, aber nicht jedes sprechbare ist auch lesbar) und zeigt mit leidendem gesicht aber stolz die überreste in der schachtel.

3.3.05

vision mit ökologischem unbehagen

unsere stadt bekommt eine neue brücke.

2.3.05

zarte lieblingsprinzessin

versuche ich dem liebling zu erklären, dass man sich fehler sagen muss, wenn man sich lieb hat, dass sie keine perfekte tochter ist und ich keine perfekte mutter, dass ich auch nur versuche, es so gut sein, als möglich, dass ich nur an ihr rumerziehe, weil ich einen guten menschen aus ihr machen möchte, dass eine mutter immer und in jeder lebenslage ihre kinder liebt, dass ich mir keine andere tochter vorstellen kann, dass alle liebe, die man erhält vergebens und immer zu wenig ist, wenn man keine verschenkt und dass es nichts nützt, wenn ich sie mit liebe überschütte, wenn sie mich nicht auch ein kleines bisschen lieb hat.

schwere wahl

ich liebe ja mosaik.

1.3.05

tagesform

pyramidenstumpf